politisches

Montag, 22. September 2008

Fiese Tricks

Herold hat letzte Woche ein Kuvert vom Finanzministerium mit folgendem Schreiben bekommen:

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Was soll man von einer Partei halten, die für den Wahlkampf eines ihrer Ministerien benutzt und Massenaussendungen mit höchst privaten Daten bedruckt, die dann - mit falsch geschriebenen Straßennamen - an nicht mehr aktuelle Adressen gesandt werden?

Montag, 25. August 2008

Märchen für Erwachsene

Herolds Auge wird zur Zeit täglich durch Wahlplakate beleidigt, mit denen nicht nur das Stadtgebiet, sondern auch die Grünflächen zugekleistert wurden:

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Unter der Devise „Egal, was wir den Dodeln versprechen, sie merken es sich sowieso nicht“ dreschen sie ihre Phrasen, wobei der eine süffisant grinst und der andere sich teilweise versteckt:

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Das Einzige, was Sie als Wähler glauben dürfen:
Sämtliche Wahlwerbung geht auf Kosten derer, die damit verarscht werden.

Montag, 23. Juni 2008

Wem es gut geht

Eine Kammer ist in Österreich nur dann eine Kammer, wenn sich deren Funktionäre durch Beiträge der Pflichtmitglieder sowohl politisch als auch finanziell absichern.

Während sich freie Interessenvertretungen wie ÖGB und Industriellenvereinigung dem Wettbewerb stellen müssen, wurden heuer die Kammern und ihre Zwangsmitgliedsbeiträge in den Verfassungsrang erhoben. Dass das Geschäft gut läuft, zeigt diese kostenintensive Adaptierung in der Wiedner Hauptstraße: Im großzügig verglasten Dach-Aufbau werden sich die Top-Manager nicht nur in bestem Licht präsentieren, sondern auch den traumhaften Panoramablick über Wien genießen können.

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Auch wenn die sonst übliche Kostentransparenz betreffend Um-, Neu- und Ausbau fehlt: WKO-Mitglieder können nur die Faust im Sack ballen und ohnmächtig zusehen.

Montag, 28. Januar 2008

Licht ins Dunkel

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Es ist eine Zumutung, sowohl für die Zuschauer als auch die Betroffenen:
Wann immer man in der Zeit von Oktober bis Frühlingsbeginn - und sei es auch nur aus Versehen – das durch Zwangsgebühren finanzierte Fernsehprogramm ORF2 einschaltet, wird man mit Werbefilmen der ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ zugemüllt.

Die unwürdigen Fernseh-Spots zeigen Behinderte in möglichst unvorteilhaften Posen, und anstelle des Einsatzes für Gerechtigkeit und Gleichstellung erschnorrt der öffentlich-rechtliche Rundfunksender mit der Mitleidsmasche Almosen.

So werden Leistungen, auf die der Behinderte Rechtsanspruch (Sozialministerium) hat und für die der Steuerzahler bereits zur Kasse gebeten wurde, frech an Private ausgelagert, sodass ein Gelähmter für seinen Rollstuhl womöglich auch noch dankbar sein muss.

Dabei ist privater Einsatz durchaus wichtig, jedoch nicht über Geldspenden, sondern zum Beispiel durch Arbeits- und Lehrstellenvermittlung.

Und auch der ORF könnte seinen Teil dazu beitragen, indem er dem Fernsehpublikum behinderte Menschen nicht als Objekte präsentiert, sondern sie als Mitarbeiter (Journalisten, Moderatoren, Redaktionsmitglieder etc.) in seinen Betrieb aufnimmt und so der Öffentlichkeit ein Bewusstsein vermittelt, das sich auch auf Kindergärten, Schulen, Berufsleben und Freizeit übertragen würde.

Leidtragende der neuen Vorgangsweise wären dann nur noch die B- und C-Promis, die am 24.12. rund um die Uhr kostenlos um die Wette trällern und deren Aufwandsentschädigung damit entfiele.

Montag, 8. Oktober 2007

Lauschangriff für Anfänger

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Quelle: DASTIERDA


Lauschangriff, Internetüberwachung, Online-Durchsuchung von PCs suspekter Personen, Datensammeln von E-Mailverkehr und Handygesprächen, all diese Tätigkeiten stehen weltweit auf dem Wunschzettel von Politikern, sofern sie nicht ohnehin schon unter dem Mantel „Terrorismusbekämpfung“ verdeckt und illegal durchgeführt werden.

Was dabei herauskommen kann, liest sich in „The Canberra Times“ zwar amüsant, hat die Betroffenen aber sicher nicht heiter gestimmt.

Im Zuge der Ermittlungen nach dem Mord an einem australischen Polizeichef waren der Polizei Übersetzungsfehler eines abgehörten Gespräches unterlaufen.

Die Unterhaltung wurde damals auf italienisch geführt und dann folgendermaßen übersetzt:

"I had to shoot him in the head," it had the man telling a woman. "I even have the gun here," the man said. "I had to hide the pistol in the hole with all the bullets."

Erst später stellte sich heraus, dass die Polizei im Schlafzimmer eines wegen eines anderen Delikts verdächtigen italienischen Einwanderers mittels versteckter Mikrofone folgende „bedroom activity“ aufgezeichnet hatte, deren sinngemäße Übersetzung lautete:

"Oh, what a shot!" the man is translated as saying, to which the woman replies,"It's ticklish." The man then says, "I shot one in the head." The giggling woman says, "Yeah, police came plural. Where have you put it now?" And he says, "In the hole over there."

Eine Mischung aus Ignoranz und Missachtung von Ausdrucksweisen der italienischen Umgangssprache in der ersten Übersetzung hatten den Mann zum Hauptverdächtigen des Mordes gemacht.

Nicht auszudenken, was geschehen könnte, wenn Scotland Yard in London das Gespräch zweier Wiener mitschneidet, in dem der eine sagt: „Glaub mir, wenn ich heute Abend im Shakespeare Globe Theatre einen Koffer abstelle, fallen die Leute reihenweise um.“

Montag, 16. Juli 2007

Ohne Saft und ohne Kraft

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Der Österreichische Rundfunk (ORF) ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die durch Einhebung von Pflichtgebühren keinem Konkurrenzdruck unterliegt. Obwohl das ORF-Programm den Kommerzsendern mittlerweile sehr ähnlich ist, beginnt jeden Abend das große Gähnen: Nichts regt auf, nichts provoziert, nichts begeistert. Weil aber diese Programmpolitik immer weniger Quote und damit auch immer weniger Werbeeinnahmen bringt, hat der ORF die unermüdlichen Mitarbeiter der GIS damit beauftragt, Gebühren einzuheben, die in jedem Haushalt fällig werden, in dem ein betriebsbereiter Fernseher oder Computer steht. (Ein Fernsehapparat, der sich bei Eintreffen der GIS mit umwickeltem Kabel im Schrank befindet, ist von dieser Gebühr befreit.)

Eine Freundin Herolds hat in ihrem nicht mehr ganz jungen Leben noch nie ORF-Gebühr bezahlt. Dafür erhält sie in unregelmäßigen Abständen GIS-Besuch, dem sie jedoch entweder nicht öffnet, oder den Zutritt verwehrt. So wanderte auch das ihr per Post übersandte Gesetzesblatt betreffend ORF-Gebühren ungelesen ins Altpapier. Nun läutete jedoch vor ein paar Tagen das Telefon und eine freundliche Dame erzählte, sie rufe im Auftrag des ORF an, der gerne wüsste, welches der beiden Programme Herolds Freundin denn nun bevorzuge .....
Manchmal sind sie richtige Schlitzohren. :-)

Mittwoch, 16. Mai 2007

Erst kampfsaufen, dann zur Wahlurne

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In Österreich dürfen bei den nächsten Wahlen auf Bundesebene erstmals Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Damit ist die Bananenrepublik der einzige europäische Staat, der seine Bürger bereits mit 16 Jahren wählen lässt - nur in Brasilien, Kuba und Nicaragua ist dies ebenfalls möglich.

Offenbar wollte der Gesetzgeber das Wahlalter an das Saufalter anpassen, ist doch laut Erhebungen bereits jeder vierte Jugendliche Kampftrinker.

Saufen ist eine Sucht und in Österreich in gewissen Kreisen durchaus hoffähig. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die lieben Kleinen in ihrem Nachahmungstrieb Kampftrinker werden und die Elite dieser Sportart als Komatrinker bewusstlos im Spital landet.

Ein erfolgversprechender Slogan für die nächste Wahl könnte daher „Zuerst kampfsaufen, dann wählen“ lauten. Ob unsere Jugendlichen künftige Wahlergebnisse beeinflussen werden, ist allerdings ungewiss, fragen sich doch mittlerweile auch schon viele SPÖ-Wähler, ob sie bei der letzten Stimmabgabe besoffen waren .......

Montag, 23. Oktober 2006

Gott schütze Österreich, gute Nacht!

Die Story zum Titel widmet Herold heute - als Ehrenmitglied des Clubs der halbtoten Dichter (CdhD) - seinem Mentor und Entdecker Neo-Bazi.

Donnerstag, 15. Juni 2006

Das Lachen wird Ihnen schon noch vergehen!

Passbildkriterien EU-Reisepass NEU (ab 16. Juni 2006):
Der Kopf (Kinnspitze bis Scheitel) sollte ca. 2/3 des Bildes einnehmen, darf aber nicht höher als 36 mm sein. Der Augenabstand muss mindestens 8 mm betragen (optimal sind 10 mm). Der Kopf soll zentriert abgebildet sein.

Der Gesichtsausdruck soll „neutral" sein. Das bedeutet, dass die Gesichtszüge nicht verzerrt sein dürfen (zB durch Lachen, intensives Lächeln oder einen bösen Gesichtsausdruck).

Aus ist es mit unserer Freundlichkeit, nun werden wir ein Volk der steifen Mienen!

So frech grinsend

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Quelle: Deix, Repro: Herold

werden wir Österreicher uns nie mehr auf dem Passfoto wiederfinden, geschweige denn, eine Passkontrolle durchschreiten.

Engstirnige, die ja bekanntlich gleichzeitig mit zwei Augen durch ein Schlüsselloch sehen können, werden jedoch Schwierigkeiten haben, den optimalen Augenabstand von 10 mm zu erbringen.

Im Passkontroll-Bereich der Flughäfen wird der Frohsinn ersterben, man wird bemüht sein, einen neutralen Gesichtsausdruck zum Besten zu geben.
Wehe, ein kleines Lächeln huscht über die Lippen und verzerrt unnatürlich das Antlitz: Überwachungskameras und Scanner mit Gesichtserkennungssoftware werden aufmerksam, weil sich die Situation nicht bereits erfassten biometrischen Daten zuordnen lässt - Terroralarm wird ausgelöst! Besonders US-Sicherheitskräfte neigen hier zur sofortigen Überreaktion gegen den Betreffenden - man ist aus 9/11 gewarnt. Auch Australien duldet absolut kein Scherzchen - den Inhalt Ihres Handgepäcks erkennen Sie danach nicht wieder.

In England hingegen kann man sich schneller als man denkt eine Kugel einfangen. Dort ist die Police gar nicht cool - gefragt wird erst hinterher.

Ist ja auch eine Riesensauerei, bei der Passkontrolle blöd zu grinsen!

Unser großer politischer Meister, Bundeskanzler Schüssel, geht uns jedoch schon seit Jahren mit gutem Beispiel voran und lächelt auch außerhalb von Flughäfen kaum noch. Hat auch er Angst vor der Überwachung?

Donnerstag, 4. Mai 2006

Biometrical Shit!

Die Urlaubszeit naht und Herold hat anlässlich der Überprüfung des Ablaufdatums seines Passes festgestellt, dass dieser noch ein Jahr gültig ist.

Weil jedoch in absehbarer Zeit über allen Österreichern mit abgelaufenem Pass das Damoklesschwert „integrierter Chip mit biometrischen Daten“ hängt, hat sich Herold spontan zur vorzeitigen Pass-Erneuerung entschlossen.

Herolds Passhülle ist eine Sonderanfertigung aus dem Jahre 2000, dem Zustandekommen der ersten schwarz-blauen Koalition. Damals erwarb er den Einband, um seine Überzeugung an den jeweiligen Landesgrenzen kundzutun. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass sich die Investition gelohnt hat: Die Aussage hat sich seither nämlich nach jeder Wahl neuerlich bestätigt.

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Mittlerweile verblasst jedoch die Schrift und die Hülle wird unansehnlich. Herold hofft daher inständig, dass der siebensprachige Satz diesen Herbst obsolet wird und das Wahlergebnis die Ausgabe für eine elegantere Hülle rechtfertigt.
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Herold

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twoblog - 2008.10.10, 20:23
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twoblog - 2008.10.10, 19:40
durch die lüfte,...
durch die lüfte, mit dem A380.
herold - 2008.10.10, 18:59

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