besinnliches

Montag, 24. Dezember 2007

Jo is' denn leicht scho wieder Weihnachten?

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Ihnen und Ihren Lieben ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches neues Jahr!

Tun Sie ein bisschen recht und tun Sie, wie Sie können. Wenn Sie aber nicht mehr können, strecken Sie einfach alle Viere von sich.

Montag, 17. Dezember 2007

Gütiger Gösser, sorge für uns!

Letztes Wochenende weilte Herold bei einer lieben Freundin in Kärnten. Da im Hause Umbauarbeiten bevorstanden und die Gute ohne Hilfe alleine nicht rechtzeitig mit den Vorbereitungen fertig geworden wäre, legte Herold tatkräftig Hand an. Nach geleisteter Arbeit sicherte die Hausherrin Herold lebenslanges Wohnrecht in ihrem großzügig angelegten Haus zu. Damit dieses angebotene Wohnrecht auch mit weiteren Annehmlichkeiten verbunden sei, nahm Herold sogleich eine Nische in Anspruch (die bis dahin einer winzigen Schutzheiligen vorbehalten war, den Platz jedoch nicht ausfüllte) und deponierte dort eine Spezialdevotionalie der besonderen Art, in der Hoffnung, dass es in diesem Hause nie an Geistigem mangeln werde.

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Donnerstag, 1. November 2007

Erholungsgebiet Friedhofpark

Für Kenner der städtischen Grünanlagen gehört der Wiener Zentralfriedhof zu den bevorzugten Flaniermeilen. Dieser 2,5 km² große Park ist absolut hunde- und tretminenfrei, die Rasenanlagen werden nicht zum Fußballspielen genützt und bis jetzt haben sich auch noch keine grillenden Mitbewohner aus dem anatolischen Hochland dorthin verirrt.

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Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man unter den 3 Mio. Vorausgegangenen auch auf den einen oder anderen Namensvetter trifft:

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Ausgenommen Allerheiligen, zur Zeit der Gräberralleys, ist es hier so gut wie menschenleer. Daher ist diese Location aufgrund ihrer romantischen Beleuchtung auch hervorragend für ein „Dinner 4 Two“ geeignet - allerdings nur für Paare, die sich nicht daran stören, dass alle drei Minuten ein Luftfahrzeug im Landeflug über sie hinweg donnert.

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Donnerstag, 12. Juli 2007

Die Kunst des Genießens

Jeder Mensch kann Augenblicke des Glücks erleben. Genießen erfolgt über die Sinne und ist unabhängig von materiellen Dingen. Um zu genießen, muss man allerdings Prioritäten setzen und Raum sowie Ruhe schaffen. Genießen macht glücklich. Hilfreich ist, wenn man sich dafür von gewissen Zwängen befreit und Orte aufsucht, wo man sich zum Beispiel mit einer Familienpackung Eis entspannen und seine Sinne öffnen kann.

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Montag, 9. Juli 2007

Überraschungseier

Diese Skulptur versinnbildlicht die tapfere österreichische Armee, die 1809 für Napoleons erste Niederlage (damals in der Nähe von Wien) verantwortlich war:

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Der Löwe (Bildhauer: Anton Fernkorn) befindet sich in Wien-Aspern. Diese Perspektive bietet sich jedem, der vom Stadtzentrum kommt, während er auf dem Asperner Heldenplatz vor der roten Ampel wartet.

Montag, 12. Februar 2007

Ich und der Esel

Wenn Herold an Sakralbauten vorbeikommt, betritt er - wenn möglich – deren Inneres, lässt Architektur und Magie auf sich wirken, beobachtet andere Besucher, und mit etwas Glück wird so ein Kirchenbesuch von Orgelmusik begleitet, weil jemand gerade übt.

Weil es in Wien jede Menge Gotteshäuser gibt, kommt so mancher Herold’sche Besuch derselben aber manchmal auch nur deshalb zustande, weil ein überraschender Platzregen niedergeht, die Ohren vom Sturm steifgefroren sind, oder die Füße von einem langen Spaziergang schmerzen. Als letzte Woche alle diese Merkmale plötzlich gleichzeitig auftraten, begab es sich, dass Herold in der Wiener „Donaucity“ auf einmal diesen schwarzen Stahlplattenbau vor sich hatte:

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Überrascht vom Inneren des Quaders (das Düstere wird durch helles Holz und viel Licht, welches auch durch das Dach kommt, vertrieben) verbrachte er einen angenehmen Aufenthalt in dem schlichten Kirchenraum und war umso erstaunter, als sich beim Durchblättern des Fürbittenbuchs folgende Seite auftat:

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Montag, 13. November 2006

Locus iste

Als Herold vor zwei Jahren in der Präsidentensuite des 5-Stern-Hotels „Wukowo“ in St.Petersburg logierte, entdeckte er schnell die Vorzüge der örtlichen Toilette und sein ursprünglicher Verdacht, dass das WC aus Platzspargründen auf dem Balkon installiert sei, erwies sich gleich bei der ersten Sitzung als Irrtum.

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Während er beim Platznehmen noch vorsichtig nach links und rechts spähte, gaukelte alsbald ein Schmetterling in die sonnendurchflutete Freilicht-Galerie, und als Herold die Augen schloss, gedachte er plötzlich unvermutet Anton Bruckners vierstimmiger Motette „Locus iste“, mit welcher der Komponist begreiflich machen wollte, dass jeder Ort unseres Planeten ein „sacramentum“ werden kann, also ein außerordentlicher Ort, ohne Makel und unfassbar.

Diese Meditation wurde leider durch die plötzliche Sorge unterbrochen, dass die entstehenden Gerüche in die Nachbarzimmer wehen könnten. Trotzdem winkte Herold spontan der jungen Frau zurück, die auf dem Balkon des gegenüberliegenden Hauses mit Unkrautzupfen und Pflanzengießen beschäftigt war.

Auch wenn man nicht von einem stillen Örtchen sprechen kann, weil sich unterhalb des Geschehens eine Kreuzung mit Verkehrsampel befand und die gewohnte Beschaulichkeit somit durch Brems- und Anfahrgeräusche getrübt wurde, ist die russische WC-Variante Marke Romanov (Романов) durchaus ein Ort mit Aufenthaltsqualität.

Donnerstag, 2. November 2006

Der Verblichene im Nasenflügel

Passend zur Jahreszeit kommt ein neuer Trend aus Wien: Diamantenbestattung ist der letzte Schrei. Man kann den nahen Angehörigen zum Beispiel im funkelnden Nasenpiercing tragen und ihm damit noch posthum zu besonderer Aufmerksamkeit verhelfen.

Eine Schweizer Firma macht dies möglich, die Asche des Verstorbenen wird in Edelsteine umgewandelt. "Diamanten-Begräbnis" heißt diese neue Form der Bestattung. Es gibt mehrere Schliffarten zur Auswahl und man kann sogar eine Gravur anbringen lassen.

Bestattungsunternehmer schwärmen davon und finden das großartig. Klar, hier eröffnet sich ein besonders lukratives Zusatzgeschäft.

Wahrscheinlich bedeutet diese Form der Beisetzung aber trotzdem für so manchen eine Verbesserung gegenüber dem weltlichen Dasein: War nämlich zum Beispiel der Partner zu Lebzeiten nicht tageslichttauglich, so darf er im Kohlenstoff-Zustand fröhlich im Sonnenlicht strahlen.

npd

Montag, 31. Oktober 2005

Allerseelen

Neulich spazierte Herold melancholisch durch Friedhöfe und gedachte der Vergänglichkeit seiner Lieben sowie seiner selbst. Dabei überlegte er, was nach seinem Ableben mit der Hülle seines Geistes geschehen solle. In Anbetracht der Mannigfaltigkeit des Angebotes stellte er fest, dass diese Entscheidung nicht leicht zu treffen ist und machte sich, durch einen Gottesacker wandelnd, so seine Gedanken.

Im Folgenden sehen Sie einige Arrangements, auf die Herold aufmerksam wurde:

für den Hobbygärtner im Familienverband:
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mit Zutaten aus dem Baumarkt, getreu dem Slogan „es gibt immer was zu tun“.

Wenn der Aufwand gering sein soll:
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eventuell auch mit Dauergrün (siehe Pfeil rechts oben)

Variante Nabob:
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wenn Geld keine Rolle spielt

das preiswerte Dauerprovisorium:
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lässt Rückschlüsse auf Erbschaft und/oder Erben zu.


Auf dem Heimweg gedachte Herold in Liebe seiner zukünftigen Hinterbliebenen und entschied sich spontan und unwiderruflich für die

Feuerbestattung:
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Vorteile: Die Umwelt wird nicht mit kontaminierten Rückständen belastet und die Hinterbliebenen behalten Herold so in Erinnerung, wie er war: immer in Feuer und Flamme. :-)
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