du holde kunst

Montag, 1. Oktober 2007

Cha Cha Cha

Als Herold neulich wieder einmal eines seiner bevorzugten Geschäfte für Schnäppchen im Bereich der Fotografie aufsuchen wollte, hatte das Lokal zu seiner großen Überraschung den bisherigen Geschäftsgegenstand geändert:

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Zwar geht aus dem Plakat nicht hervor, ob es sich bei der geplanten Neueröffnung um eine Tanzschule handelt (Strip-Dance ist neben Mode- und Turniertanz ein Gesellschaftstanz), fest steht jedoch, dass ein künstlerisch veranlagter Passant seine Idee zu einer Tanzhaltung visualisiert und damit das Strip-Foto zu einem Comicstrip gemacht hat.

Montag, 18. Juni 2007

Sieben auf einen Streich

Im Künstlerhaus Wien ist noch bis 26. August 2007 die Wanderausstellung der zentralchinesischen Terrakotta-Armee zu besichtigen:
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Die 12 Euro Eintrittspreis können Sie allerdings sinnvoller für einen Besuch im Asia-Restaurant „Bamboo“ (Wien 5., Margaretenstraße 51) anlegen. Denn die weltberühmten Terrakottakrieger aus dem Grab des ersten chinesischen Kaisers - Qin Shi Huang Di – sehen Sie dort in gleicher Qualität wie die Replikate im Künstlerhaus, jedoch gratis. Und weil für den Durchschnittseuropäer ohnehin alle Chinesen (für unsere deutschen Nachbarn: Schinesen) gleich aussehen, fällt auch nicht ins Gewicht, dass im Bamboo nur sieben Krieger stehen.
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Gleichzeitig können Sie sich am Buffet während der Happy Hour (Mo-Fr 15.00 bis 17.00 Uhr) um wohlfeile Euro 6,90 Ihr Menü selbst zusammenstellen. Die verschiedenen, von Ihnen gewählten Rohzutaten (Fleisch, Fisch, Gemüse, Nudeln) werden mit der Sauce Ihrer Wahl blitzschnell im Wok oder auf dem Teppanyaki-Grill zubereitet.
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Falls Sie jedoch auf den China-Kitsch im Museums-Shop nicht verzichten wollen, machen Sie doch nach dem Restaurantbesuch zur Linderung des wohligen Völlegefühls einen Spaziergang durch den 5. Bezirk. Dort gibt es jede Menge Altwarenhändler, bei denen Sie genauso fündig werden.

Donnerstag, 26. April 2007

Phantastische Kunst

krecirQuelle: Internet, Repro: Herold


Tschechische Medien sind einem groß angelegten Kunstskandal auf die Spur gekommen. Demnach soll der tschechische Maler "Prof. Bohumil Samuel Kecir", dessen Bilder auch in Deutschland und Österreich gehandelt werden, nie gelebt haben.

Laut der Prager Zeitung "Lidove noviny" sei die Biografie des angeblich 1904 geborenen Künstlers, der unter Nazis und Kommunisten gelitten habe und 1987 in einer Heilanstalt gestorben sei, völlig erfunden.

Und nun der Clou aus Wien:
Während tschechische Kunstexperten von einem offensichtlichen Betrug sprechen, wies der Wiener "Kecir-Spezialist" Erich Tromayer, der über den angeblichen Maler ein Buch geschrieben hatte, den Verdacht zurück. Er habe Kecir zwar nicht persönlich gekannt, der Künstler habe aber tatsächlich gelebt, sagte Tromayer ........

Montag, 26. Februar 2007

Der kleine Schweizer und die große Kunst

canar

Gestern ist im Museum Essl die Ausstellung „emerging artists“ zu Ende gegangen, die einen guten Einblick in das aktuelle Kunstschaffen der Schweizer gab.

In dieser Schau wurden u.a. ein Pappendeckel-Wellensittich, Tagebuch-Aufzeichnungen der wichtigsten Ereignisse vom vergangenen Jahr und das Video mit einer Asiatin namens Heidi gezeigt, die dem Betrachter die Eigenarten des Schweizer Volkes mit viel Mitgefühl näherbringt.

So hat Herold mit dem Besuch der Ausstellung zwar keine persönliche Bereicherung erfahren, mit der Eintrittskarte für diese Sammlung aber immerhin (noch) mehr Toleranz für Herrn Twoblog und dessen Vorliebe für künstlerische Fotografie erworben.

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Keine Langeweile im Büro

Allen Vorurteilen zum Trotz können auch Menschen, die „nur im Büro“ arbeiten, ihre künstlerischen Begabungen dort entdecken und sogar ausleben. Da die meisten Schreibtischtäter schon allein mit ihrer Nine-to-Five-Anwesenheitspflicht täglich ihre Leidensfähigkeit unter Beweis stellen, sind viele – freilich ohne es zu wissen – für Sado-Maso-Kunst prädestiniert.

Am folgenden Beispiel sehen Sie, wie einfach Kunst mit verschiedenen Gegenständen aus dem Büroalltag herzustellen ist:

Man nehme je zwei Filz- und Bleistifte, zwei Bleistiftspitzer sowie eine Klammermaschine und begebe sich zu einem Kollegen/einer Kollegin, dessen/deren Verhältnis von gegenseitiger Antipathie geprägt ist. Nach höflicher Bitte um Hilfe zur Bewältigung einer schwierigen Aufgabe wird man beobachten, wie nach Darstellung des Problems der ursprünglich unwillige Gesichtsausdruck innerhalb weniger Sekunden verschwindet und einem eine bislang nicht gekannte Hilfsbereitschaft entgegenschlägt.

Während der Maso-Typ nun die Gegenstände in seinen Körperöffnungen beherbergt, sorgt die Sado-Persönlichkeit dafür, dass die verschiedenen Objekte tief genug eingeführt werden. Das Endprodukt könnte dann – ohne lange Einarbeitungszeit – zum Beispiel so aussehen:

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Anleitungen für weitere Spiele finden Sie bis 11.02.07 in „keep a cool head“ im Wiener MUMOK (kein Sado-Maso-Club).

Montag, 30. Oktober 2006

Die Verschwörung

Sicher erinnern Sie sich an Theodor v. Fontanes Ballade "Die Brücke am Tay", speziell an die Stelle, wo die drei Hexen zueinander sagen "Wann kommen wir drei wieder zusamm'?" und beschließen, die Brücke am Tay samt darüberfahrendem Zug einstürzen zu lassen.

Bei einem Spaziergang im Belvedere hat Herold mit Schaudern festgestellt, dass die drei Mädels wieder zusamm' gekommen sind.

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Welche Katastophe wird nun über uns hereinbrechen? Das Szenario wurde ja offenbar bereits detailliert ausgearbeitet......

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Donnerstag, 6. Juli 2006

Der goldene Schnitt

In Herolds Betrieb wird in regelmäßigen Abständen zum Schauen und Kaufen von Originalen meist junger Künstler eingeladen. Vernissagen kosten nicht viel, dienen zur Imagesteigerung und dazu, die Kunden davon zu überzeugen, dass es der Firma nicht nur ums Geld geht. Einer der Gründe der immer wiederkehrenden Erfolge dieser Veranstaltungen ist das erstklassige Buffet .....

Die Besucher sind großteils immer dieselben, Alkohol gibt’s so viel, bis jedes Bild schön ist und zum Drüberstreun eine moderne oder klassische musikalische Einlage. Mitarbeiter, die hungrig sind oder punkten wollen, kommen kurz vorbei und äußern sich lobend, das kann nie schaden. Die Künstler sind meist unbekannt bis unbedeutend und trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Werke gekauft werden.

Eine besondere Bewandtnis hat es jedoch mit folgendem Bild:


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Nach seinem Erwerb durch Herolds Ober-Boss lehnte es einige Wochen an der Wand und wartete darauf, zum Rahmen und Verglasen abgeholt zu werden.

Je öfter Herold es betrachtete, desto beklommener wurde ihm zumute. Eines Tages erblickte er daneben auf dem Schreibtisch diverse bunte, selbstklebende Punkte, wie sie zum Markieren bestimmter Ordner verwendet werden. In seiner Not wählte er einen leuchtend-blauen und platzierte ihn spontan in die rechte untere Hälfte. Gleichzeitig taufte er das Bild „Blaupunkt“ und so hängt es heute noch im zweiten Stock: gerahmt und hinter Glas, düster und unauffällig, aber mit leuchtend blauem Punkt.

Der Ober-Boss war nach der Rahmung richtig stolz auf seine Kunstsachverständigkeit und beglückwünschte sich zu diesem Erwerb, den er eine zeitlang sogar in sein Zimmer hängte.

Mittlerweile findet auch Herold Gefallen am Gemälde und an der vom Künstler gewollt erzeugten Spannung zwischen violetter Blume und blauem Punkt.

Fazit: mit Hilfe der Regel des goldenen Schnitts wird so manches Bild durch eine unauffällig angebrachte Applikation optisch aufgewertet und geht unter Umständen sogar als Kunstwerk durch.

Donnerstag, 11. Mai 2006

Alte Meister, Beine & Po

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Immer wieder gelingt es der Industrie, Frauen ein Schönheitsideal zu suggerieren, von dem sie nach einiger Zeit glauben, es sei ihr eigenes. Damit sie aber dorthin kommen, muss zuerst Geld abgelegt werden, und zwar für oberschenkelstraffende Diäten, strukturverfeinernde Cremes für Problemzonen, Ampullen, Pflaster, Sportgeräte, Mitgliedschaften in Fitnessclubs ....

So fechten viele Frauen lieber einen lebenslangen aussichtslosen Kampf, als sich die unvergängliche Schönheit der Alten Meister vor Augen zu führen:

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Ladies, denkt daran, wenn Ihr Euch wieder auf den beschwerlichen „Weg zur Traumfigur“ macht:

Männer lieben es, Land zu erobern und in Besitz zu nehmen, so wie es schon Kolumbus, Vasco da Gama, Captain Cook, Commander Armstrong usw. getan haben. Ein herrliches Cellulite-Relief untermauert nämlich das oft zitierte Sprichwort „your body is my home“ und straft alle Lügen, die vorgeben, an dürrem Land Gefallen zu finden!

Donnerstag, 27. April 2006

Best Of The World

Beim ICCPPC-Art-Competition, an dem 49 Nationen teilnahmen, belegte im deutschsprachigen Raum die Schweiz den dritten Platz und sogar Deutschland, das bis jetzt kaum durch seine Talente im Bereich der bildenden Kunst aufgefallen ist, landete auf den durchaus beachtlichen Plätzen 19 und 46. Obwohl der Wettbewerb unter der Patronanz des international anerkannten österreichischen Künstlers Prof. Ernst Fuchs stattfand, schnitten Herolds Landsleute leider wieder einmal nur unter „ferner liefen“ ab.

Herold gratuliert und freut sich bekanntzugeben, dass die Vereinten Nationen zu einer Ausstellung in Wien eingeladen haben, zu deren Anlass sie die prämierten Werke päsentieren werden.

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zum Vergrößern anklicken

Donnerstag, 9. Februar 2006

Junger Meister mit altem Schinken

Herold, ein Gegner der Fast-Food-Kultur, hat sein neuestes Werk radikal auf Materialien, Farbe sowie Bildaufbau reduziert und zeigt, wie er exemplarisch am Stillleben um eine fototechnische Lösung für wirklichkeitsnahe Darstellung gerungen hat:

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Herold folgt der Maxime, bei Naturstudien das Wesentliche zu beobachten und zeigt sein Kunsterleben, indem er mit der Technik der "Alten Meister" Gegenständliches abbildet.

Obgleich die Wahl der Materialien willkürlich wirkt, spiegeln sich hierin doch die besonderen Herold´schen Vorlieben sowie die von ihm bevorzugten Farben (browserabhängig) Bordeaux-Rot, Speckmantel-Beige, Putenrollbraten-Rosé, Bier-Gold und Knoblauch-Weiß.

Was den Kunst-Sachverständigen interessieren wird: Geflügel war zur Zeit der alten Meister ein Zeichen für körperliches Begehren - angeblich stammt der Begriff "Voegeln" aus den Darstellungen des Federviehs in Stillleben .......
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