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    <title>Herold : Rubrik:menschen</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>herold</dc:publisher>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:date>2008-08-22T16:16:43Z</dc:date>
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    <title>Herold</title>
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  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/5137633/">
    <title>Man lernt nie aus ...</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;306&quot; alt=&quot;DSC_2408a&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/DSC_2408a.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Herold gestern auf dem Weg in die Innere Stadt bereits seine Unterschrift auf der Liste Dinkhauser verweigert sowie eine regelmäßige Spende an Vier Pfoten abgelehnt hatte, ging er unbehelligt durch die Szene am Schwedenplatz und ignorierte den Country-Sänger-Verschnitt mit vorgeklappten Ohren, bevor er  die Ausfahrt der Parkgarage am Morzinplatz überquerte, an deren rechter Seite eine lange Reihe von Abfallcontainern steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es Herold  nicht zuletzt wegen der abgewehrten Schnorrereien  eilig hatte, wurde ihm erst nach Überqueren der Marc-Aurel-Straße der zerlumpte, barfüßige Mann bewusst, welcher in den Mistkübeln gestochert hatte. Infolge seines bereits geschwächten sozialen Immunsystems griff Herold zur Geldbörse, entnahm dieser einen 10-EURO-Schein und ging damit noch einmal die Straße zurück.(!) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während er die verwahrloste traurige Gestalt mit dem zottigen, weißen Haar von hinten betrachtete und immer mehr in seinem Entschluss bestärkt wurde, näherte er sich dem Mann von rechts, streckte ihm den Schein hin und sagte: Bitteschön, kaufen Sie sich etwas zum Essen. (Herold hätte das Geld natürlich auch für Getränke aller Art zur Verfügung gestellt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich der Mann wegdrehte und Herold der Meinung war, nicht gehört worden zu sein, ging er näher und streckte ihm das Geld mit der Aufforderung unter die Nase: Nehmen Sie es!&lt;br /&gt;
Darauf folgte eine  in fremder Sprache abgehaltene - wüste Beschimpfung seitens des Mannes, der sich abwandte und in Richtung seiner Habseligkeiten (3 kleine Plastiksäcke) ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herold glotzte blöd, steckte das Geld wieder ein und musste sich nun noch ein bisschen mehr beeilen, um seinen Termin zeitgerecht wahrnehmen zu können.</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 herold</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-21T09:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/4980413/">
    <title>In memoriam 1683, oder: Jedes Ding hat zwei Seiten.</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/4980413/</link>
    <description>1683 gab es keine EM und die Türken befanden sich noch &lt;b&gt;vor&lt;/b&gt; den Toren Wiens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird gemunkelt, dass bei der Verlosung der EM-Spiele getrickst wurde, damit Österreich und die Türkei nicht gegeneinader antreten müssen, da die Türken diesmal auf jeden Fall  den Sieg davongetragen hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits gäbe es ohne Türkenbelagerung kein Wiener Kaffeehaus und wir könnten nicht stolz auf den damaligen Sieg blicken, den allerdings nicht die Wiener herbeigeführt haben, sondern ein fremdes Entsatzheer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich nicht viel geändert, wie heute hat man auch damals in Wien  nicht viel von  Fremden gehalten und versucht, sie bald wieder los zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böse Zungen behaupten, dass in Wien zur Zeit die dritte Türkenbelagerung - aber diesmal von innen und mit viel Unterstützung - stattfindet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/herold/files/Video.wmv&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;150&quot; alt=&quot;P1030777&quot; width=&quot;200&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/P1030777.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Video (1 mb wmv)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin versprechen solche Events einen Ausgleich des prophezeiten Populationsrückganges und sorgen hoffentlich dafür, dass Wiens Bevölkerung nicht ausstirbt. So werden unsere Mitbürger aus dem anatolischen Hochland letztendlich doch den Sieg,  diesmal jedoch gewaltlos, herbeiführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;255&quot; alt=&quot;P1030793&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/P1030793.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 herold</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-09T06:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/3464231/">
    <title>Fleischmützen am Salatbuffet</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/3464231/</link>
    <description>Neulich aß Herold oberhalb des  Salatbuffets zu Mittag und lernte so das Kantinen-Publikum aus einer ganz neuen Perspektive kennen. Mit der heutigen Bildreportage soll einerseits die Alopezie-Forschung unterstützt und andererseits den Betroffenen Mut gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alopezie, auch Haarausfall genannt,  ist eine hormonell bedingte Laune der Natur und betrifft vorwiegend Männer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausgeschickt werden muss, dass man - selten aber doch - auch dichte Matten sieht:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;g1c&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/g1c.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Diese Frisur erreichen Sie, werter Leser, am besten über Umverteilung Ihrer Haarpracht von Armen und Beinen mittels Haartransplantation. Falls Sie es jedoch lieber lockig mögen, ist Schamhaar das Mittel der Wahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und so fängtAlopezie meistens an:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;g2c&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/g2c.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Die beginnenden Geheimratsecken werden durch längeres Haar kaschiert. Betreffend die Lichtung am Oberkopf  weiß der Träger oft selbst noch nicht um das beginnende Drama  falls doch, sieht er (noch) darüber hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine verbreitete Variante der Verdrängung und Verleugnung ist auch das Drapieren der Resthaare, die - nachdem sie eine Länge von mindestens einem halben Meter erreicht haben -  penibel über bzw. um den Kopf arrangiert werden. Abschließend wird das Kunstwerk mit Haarspray fixiert:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;g3c&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/g3c.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesem Foto sehen Sie Glatzen in mehreren Stadien:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;g4c&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/g4c.jpg&quot; /&gt;

&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Mönchstonsur&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt; 
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;zwei deutliche Glatzen am Oberkopf&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt; 
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Endstadium der Glatze mit Resthaar im Nacken und seitlich hinter den Ohren &lt;br /&gt;
(Der Herr im petrolfarbenen Sweater mag offenbar keine halben Lösungen und hat mit dem Rasierer klare Verhältnisse geschaffen.)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;


Zum Schluss noch ein besonders schönes  Exemplar der Mönchstonsur  mit integriertem  Rorschach-Test:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;g5c&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/g5c.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;br /&gt;
Resümee: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
1. Unter Krawattenträgern gibt es überdurchschnittlich viele Skinheads. &lt;br /&gt;
2. Glatzenträger sind keineswegs häufig am Salatbuffet anzutreffen, ganz im Gegenteil: Die meisten essen keinen Salat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn  Sie wissen wollen, ob auch Ihnen eine Glatze droht, testen Sie kostenlos und unverbindlich Ihr Risiko: &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.alpecin.de/de/glatzenrechner/index.php&quot;&gt;http://www.alpecin.de/de/glatzenrechner/index.php&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(Falls das Ergebnis positiv ausfällt,  bleibt Ihnen immerhin der Trost, dass Sie - wenn es dann endlich so weit ist - die Friseurkosten sparen werden.)</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 herold</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-22T07:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/3409888/">
    <title>Frauen vor den Vorhang!!</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/3409888/</link>
    <description>Herold ist froh, dass es Frauen gibt. Deshalb  widmet er ihnen heute, am Internationalen Tag der Frau (unter Insidern auch Weltfrauentag),  seinen Artikel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl dieser Ehrentag weltweit sehr unterschiedlich begangen wird -  in Russland zum Beispiel mit großem Aufwand, in anderen Ländern wiederum mit viel Humor -  ist das Leben der meisten Frauen seit Einführung des Frauentages 1908 in New York noch immer weit von der Leichtigkeit des männlichen Seins entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Frauen kämpfen beinahe lebenslänglich eine Schlacht an mehreren Fronten, und dieser tägliche Krieg beginnt bereits früh morgens vor dem Spiegel. Besonders schwer hat es das weibliche Geschlecht jedoch um diese Jahreszeit, nachdem es  die Frühjahrs- und Sommergarderobe des letzten Jahres probiert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen Sie sich, liebe männliche Leser, selbst ein Bild und spazieren Sie einmal um den Häuserblock, bevor Sie nächstes Mal ins Gasthaus ums Eck gehen.  Sie werden sehen, wie sich Frauen quälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot; align=&quot;center&quot;  width=&quot;300&quot;&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign=&quot;middle&quot; align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;pwlk&quot; width=&quot;256&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/pwlk.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;font size=&quot;0,3&quot;&gt;figurbewusste Frau beim Beckenbodentraining&lt;/font&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;

Anmerkung: Werte Damen, es müssen zum Erreichen des Wohlbefindens nicht unbedingt Stöcke sein, Sie können auch etwas anderes zwischen die Beine nehmen......  ;)</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 herold</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-08T07:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/3280187/">
    <title>Schwarz vor den Augen</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/3280187/</link>
    <description>&lt;table border=&quot;0&quot; align=&quot;center&quot;  width=&quot;300&quot;&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign=&quot;middle&quot; align=&quot;center&quot;&gt;  
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;269&quot; alt=&quot;s&quot; width=&quot;307&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/s.gif&quot; /&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;

Herold war unlängst beim Augenarzt und erfuhr dabei viel Interessantes, sowohl über die behandelnde Ärztin als auch über andere Menschen im Wartezimmer:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patienten werden dort von einer resoluten Dame in reiferem Alter und weißem Mantel betreut, die auf den ersten Blick kompetent und freundlich wirkt. Herold legte daher bei seiner Ankunft gleich die &lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/stories/2808240&quot;&gt;E-Card&lt;/a&gt; vor und wurde  auch für alle übrigen, eventuell schwerhörigen Wartenden gut verständlich - mit Titel und Namen begrüßt und aufgefordert, Platz zu nehmen. Leider konnte er sich nicht konzentriert dem Studium der Zeitschriften jüngeren Datums (Sommer 2006) widmen, weil die Office-Managerin gleich darauf ein viel interessanteres Telefonat führte:&lt;br /&gt;
Die Frau Doktor ist meine Nichte  ............ Soll ich den ganzen Tag daheim bleiben und meinen Mann bewundern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedauerlicherweise musste dieses Gespräch vorzeitig beendet werden, weil eine junge Frau die Ordination betrat und sich vor das Pult stellte.&lt;br /&gt;
Mit einem Blick auf den Monitor und dem Satz Letztes Mal ist da noch gravid gestanden informierte die &quot;Seele der Ordination&quot; überlegen und freundlich lächelnd alle Anwesenden über die zur Verfügung stehenden Aufzeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herold konnte jedoch nicht lange über den Verbleib des Kindes grübeln, weil gleich darauf die nächste Kundschaft das Zimmer betrat:&lt;br /&gt;
Gratuliere zu Ihrem neuen Status! begrüßte die Tante eine Frau in ebenfalls fortgeschrittenem Alter, die über diesen Glückwunsch offensichtlich nicht erfreut war und überhaupt nicht darauf einging.&lt;br /&gt;
Was Herold wiederum ins Grübeln über diesen Status brachte .....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch zwischendurch, während die Tante Unterlagen zur Frau Doktor und zurück brachte, bemühte sie sich stets um das Wohl der Anwesenden. So richtete sie an einen Mann, der noch vor Herold gekommen war, die besorgte Frage: &lt;br /&gt;
Herr Professor, Sie haben jetzt aber keine Vorlesung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Telefonat  eine Terminvereinbarung  brachte wieder Licht in die  Familienverhältnisse ärztlicherseits:&lt;br /&gt;
In der Energiewoche sind wir nicht da, die Frau Doktor hat nämlich zwei Kinder.&lt;br /&gt;
Und weiter: Die Gesichtsfelduntersuchung macht die Nichte der Frau Doktor. Sie ist gescheit und hübsch und hat mit Auszeichnung promoviert.&lt;br /&gt;
Womit das interessierte Publikum die endgültige Gewissheit hatte, in einem florierenden Familienbetrieb gelandet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe dieses Vormittages gab es noch viel Aufschlussreiches in Form von Co-Therapie, Maßregelungen und versteckten Botschaften. Herold kann daher mit gutem Gewissen behaupten,  dass ein halber Tag in dieser Ordination wie eine Grundschulung beim Nachrichtendienst ist -  zwar ohne Waffe, aber mit Auge und Ohr.</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 herold</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-05T07:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/3184679/">
    <title>Kennen Sie den?</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/3184679/</link>
    <description>Auf einem Kongress  in Berlin kommen zwei Männer ins Gespräch.&lt;br /&gt;
Peter Huber, stellt sich der eine mit einer knappen Verbeugung vor.&lt;br /&gt;
Doktor Harald Müller, antwortet der andere, worauf Herr Huber fragt:&lt;br /&gt;
Arzt oder Österreicher?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot; align=&quot;center&quot;  width=&quot;300&quot;&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign=&quot;middle&quot; align=&quot;center&quot;&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;prof2&quot; width=&quot;322&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/prof2.jpg&quot; /&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;
&lt;font size=&quot;0.3&quot;&gt;Quelle: Internet, Repro: Herold&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Professor, Doktor, Magister -  die Titelsucht in Österreich hat historische Wurzeln, die in der Monarchie liegen. Abgesehen von militärischen Rängen gab es damals wenige Titel und diejenigen mit einem Doktorat oder den damals seltenen Titeln Hofrat und Kommerzialrat waren natürlich stolz auf das Erreichte, denn der Titel hob sie aus der Masse der übrigen Bürger hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zweiten Republik kam es zu einer Inflation an Titeln. Die Titelsucht, ein Produkt der persönlichen Eitelkeit, war enorm gestiegen und jeder wollte einen Titel erwerben. War früher der Titel Magister nur den Pharmazeuten vorbehalten, wurde er nun an allen Hochschulen verliehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Entwicklung schreitet voran: Wer längere Zeit als Arzt tätig war, hat mittlerweile gute Chancen Medizinalrat oder gar Obermedizinalrat zu werden, und wer heutzutage als Komiker, Schnulzensänger oder Masseur durchs Land zieht, kann mit etwas Glück auch den Titel Professor vom Bundespräsidenten verliehen bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prof. Dr. MMag. FH &lt;b&gt;Herold &lt;/b&gt;LLM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Natürlich sind auch in Herolds Firma Titel wichtig  so wichtig, dass der einzige Professor im Betrieb zugleich der einzige Boss ohne akademische Ausbildung ist.</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 herold</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-15T06:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/2339570/">
    <title>Die Erfolgsgeneration von morgen</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/2339570/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;215&quot; alt=&quot;motiva3&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/motiva3.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;font size=&quot;0.3&quot;&gt;Quelle: Internet, Repro. Herold&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind beide 22 Jahre alt,  haben sich ein Studium ausgesucht, das nach Geld riecht und arbeiten über den Sommer bei Herolds Arbeitgeber als Ferialpraktikanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;ER&lt;/b&gt; - Typ großer, blonder Überflieger: muss sich etwas dazuverdienen.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;SIE&lt;/b&gt;  -  Typ kleine, brünette Streberin: will Praxis sammeln und ist nicht auf die Bezahlung angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl ER sich mit den Worten Suche Arbeit, kann alles vorstellt, werden vorerst beide zum Archivieren abkommandiert, wobei sich schnell herausstellt, dass SIE die Gewissenhaftere ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während SIE die Ordner beschriftet (weil seine Schrift laut eigenen Angaben unleserlich ist) und ER die Kartons faltet sowie  das Material mit liebevoller Gewalteinwirkung darin unterbringt, unterhalten sie sich über das Sportangebot in der Uni und stellen fest, dass der Besuch von Pilates und Yoga nur die Hälfte kostet, so lange sie noch keinen akademischen Grad haben.&lt;br /&gt;
Schnell alles absolvieren, bevor wir Magister sind, beschließen sie einträchtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Qual der Wahl, mit welchem Jahr ein bestimmter Ordner beschriftet werden muss, entscheidet ER sich für 2001 mit der Begründung für diesen Vorgang benötigt man nicht länger als ein Jahr.&lt;br /&gt;
Darauf SIE: Na ja ... stell dir mal vor, das fängt im Dezember an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittags geht das Team in die Mensa und ist danach bis  16.00 Uhr wegen Müdigkeit und Völlegefühls nur noch reduziert einsatzfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachmittags  soll ER die Loseblattausgabe aktualisieren, während SIE einen englischen Brief zum Korrekturlesen bekommt.&lt;br /&gt;
SIE zu ihm: &quot;Machs ordentlich.&quot;&lt;br /&gt;
ER, folgsam: &quot;Hab ich eh vor.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben  erzählt ER, wo er letzten Sommer gearbeitet hat, dass er dafür gut bezahlt wurde und stellt fest: Leider ist es so, dass man für eine interessante Tätigkeit nichts bekommt und für stupide Arbeit gut bezahlt wird. &lt;br /&gt;
Auf Herolds Einwand, dass ER  hier für stupide Arbeit wenig bezahlt bekommt, ruft er: Das ist der Jackpot!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später  rüsten sie gemeinsam um EUR 25,00 den Briefmarkenbestand mit 0,55- 0,75- und 1,00-Marken auf und legen für das Retourgeld eine Excel-Tabelle mit Grafik an ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die beiden ununterbrochen palavern, siedelt sie Herold am zweiten Tag mit der Begründung um, dass sie im anderen Zimmer viel mehr Spaß haben werden, was der Überflieger der kleinen Streberin spontan folgendermaßen erläutert: Durch die Blume gesagt, wir sind hier unerwünscht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kollege, in dessen Zimmer die zwei Marathon-Quassler bis auf weiteres einquartiert werden, sträubt sich kurz erfolglos, leidet unter dem Kindergarten und bittet regelmäßig alle zwei Stunden um mehr Ruhe.</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 herold</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-13T04:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/1848565/">
    <title>Schreber,  schau oba!</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/1848565/</link>
    <description>Für viele Wiener ist der Frühling die schönste Jahreszeit - nicht weil alles blüht und grünt, sondern weil die Schrebergartenzeit wieder beginnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein Schrebergarten vor den gestrengen Augen des jeweiligen Vereinsobmanns bestehen muss, werden jetzt penibel die letzten Laubblätter entfernt, die Gartenzaun-Hecke mit der Wasserwaage getrimmt  und der Rasen mit dem Zentimetermaß gekürzt.  Es beginnt ein nahezu olympischer Bewerb um den schönsten Garten, selbst wenn dieses Ziel nur mit dem Kunstgriff zu erreichen ist,  dass  der eigene Grün-Abfall über den Zaun hinweg zum gerade abwesenden Nachbarn entsorgt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/herold/files/hut10a.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;140&quot; alt=&quot;hut10&quot; width=&quot;187&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/hut10.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/herold/files/zwerg.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; alt=&quot;zwerg&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/zwerg.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/herold/files/dacha.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;95&quot; alt=&quot;dach&quot; width=&quot;190&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/dach.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/herold/files/hut7a.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;140&quot; alt=&quot;hut7&quot; width=&quot;187&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/hut7.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font size=&quot;0.3&quot;&gt;&lt;b&gt;zum Vergrößern anklicken&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Zwergen, Satellitenschüsseln und Blumenbeeten über Nacht kein Leid geschieht, sind die Wege der Gartenanlagen mit Toren versehen, welche von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang verschlossen sind. Auch das Vereinswesen erblüht wieder in vollem Umfang und  die Anschlagtafeln quellen von Infoblättern über,  auf  denen neben Vereinsregeln strategisch ausgearbeitete Aktionen wie &quot;Effektives Unkrautjäten&quot;, &quot;Schutzmaßnahmen gegen Hundstrümmerln anlagenfremder Hunde&quot; bis hin zu &quot;Sicherheitstipps gegen Diebstahl von Schaufel und Krampen&quot; Verbreitung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfindung des Schrebergartens geht auf den Leipziger Arzt und Pädagogen, Moritz Gottlob Daniel Schreber (1808-1861),  zurück. Leider ist Dr. Schreber nicht nur als Grünzeug-Pädagoge, sondern auch als Begründer der schwarzen Pädagogik in die Annalen eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schwarze Pädagogik&lt;/b&gt; ist ein Erziehungsstil mit Fallen stellen, Lügen, Listanwendung, Verschleierung, Manipulierung, Ängstigung, Liebesentzug, Verhöhnung, Isolierung, Beschämung, Misstrauen, Demütigung, Verachtung und Gewaltanwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil schwarze Pädagogik einerseits nicht zeitgemäß ist und andererseits nicht zum Liebreiz der Kleingartenidylle passt, regt Herold  in Analogie zu den Überlegungen betreffend die &lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/stories/1399780&quot;&gt;österreichische Bundeshymne&lt;/a&gt;  eine Umbenennung der Schrebergärten an. Zweckdienliche Vorschläge (wie zB  &quot;Grüne Bronchie&quot;) werden gerne entgegengenommen.</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 herold</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-20T04:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/1435198/">
    <title>insallah / allah akkbar</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/1435198/</link>
    <description>&lt;table border=&quot;0&quot; align=&quot;center&quot;  width=&quot;300&quot;&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign=&quot;middle&quot; align=&quot;center&quot;&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;yazar1&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/yazar1.jpg&quot; /&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;

Während seines letzten Urlaubs unterhielt sich Herold mit einem orientalischen Fremdenführer in dessen Heimatstadt. Yasar ist ein sympathischer 50er und hat nur kurz die Schule besucht, weil er  früh die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister übernehmen musste. Danach hat er sich mehrere Jahre lang der Pflege seiner Eltern gewidmet und weil im Morgenland jung geheiratet wird, hat er aus den oben geschilderten Gründen in seinen besten Jahren die eigene Ehestandsgründung versäumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun klagt er, dass er keine Frau mehr findet, weil er für eine Ehe zu alt ist. Herolds Einwand, dass es ja auch geschiedene Frauen gäbe, entgegnete Yasar, es sei nicht leicht, sich im Orient scheiden zu lassen und berichtete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Frau zur Polizei geht und erzählt, sie wird von ihrem Mann geschlagen, fragt der Gesetzeshüter: Na und? und denkt sich: Ich schlage meine Frau doch auch.&lt;br /&gt;
Geht die Frau dann zum Richter und klagt, dass sie geschlagen wird, fragt auch dieser na und? und denkt sich: Ich schlage meine Frau doch auch.&lt;br /&gt;
Jetzt kann sie noch dem Staatsanwalt mitteilen, dass sie geschlagen wird, doch auch er wird fragen: Na und? und sich gleichzeitig denken: Ich schlage meine Frau doch auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls, sagt Yasar,  ist es eine sehr langwierige und schwierige Angelegenheit, bis eine Frau geschieden ist. Und auch danach wird sie nicht glücklich sein, weil eine geschiedene Frau in seinem Land Freiwild für Männer ist und keinerlei Rückhalt mehr von ihrer Familie erwarten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gläubige Moslem Yasar, ein Hilfsarbeiter mit Burgtheaterdeutsch, der seine Frau &lt;b&gt;vielleicht&lt;/b&gt; wirklich nicht schlagen würde, wird daher wohl auch in Zukunft alles alleine machen müssen.</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 herold</dc:rights>
    <dc:date>2006-01-19T05:10:35Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/1173611/">
    <title>Huhn Szechuan</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/1173611/</link>
    <description>Samstag Abend suchte Herold den &lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/stories/1672942&quot;&gt;Chinesen seines Vertrauens &lt;/a&gt;auf. &lt;br /&gt;
Da er dort gern gesehener Stammgast ist und seine Vorlieben um Speis und Trank zu später Stunde bekannt sind, wurde nach der Begrüßung die Frage des Wirtes &quot;Wie immel, Hel Helold?&quot; nickend quittiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Story in ihrem Zusammenhang verständlich zu machen, möge der geneigte Leser kurz den markierten Eintrag auf der Speisekarte studieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;285&quot; alt=&quot;china&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/china.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man genoss eben die Nr. 27 &quot;Kantonesischer Reis gebraten&quot;, als weitere Gäste das Lokal betraten - dem äußeren Anschein ein einfaches Ehepaar aus einem der nahe gelegenen Bauten der Gemeinde Wien, offenbar zum Zweck des Lokalbesuchs &quot;elegant&quot; gekleidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Paar nahm unweit von Herold Platz, und der Wirt kam auch gleich, um die Bestellung entgegen zu nehmen. &lt;br /&gt;
Ohne die vorgelegte Speisekarte zu beachten, wollte der neue Gast wissen: &quot;Haben Sie ein flambiertes Huhn?&quot; &lt;br /&gt;
Die vermutliche Gattin zauberte ob der gewählten Ausdrucksweise des Gemahls ein stolzes Lächeln auf ihr Gesicht. Der Gute war aber nun nicht ganz sicher, ob auch der Wirt mit dieser Wortwahl zurecht kam und wiederholte sofort: &quot;I maan, ob&apos;s a Hendl haum, des brennt?&quot;&lt;br /&gt;
Der Wirt, der seine Speisekarte auswendig kennt, konterte sofort: &quot;Nummel 55 - Huhn Szechuan schalf!&quot;&lt;br /&gt;
Nun war es an dem Mann, verblüfft zu sein. Abweisend äußerte er distanzlos: &quot;Naa, net im Mund brennt, waaßt eeh, i maan a Hendl, des in Flaumman aufgeht - brennt! - vaschtest?&quot;&lt;br /&gt;
Der Wirt wiederholte geduldig lächelnd: &quot;Nummel 55 - Huhn Szechuan schalf&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gewissheit, dass der Wirt seinen exklusiven Essenswunsch nicht verstanden hatte, bestellte der verhinderte Feinspitz schließlich verärgert:  &lt;br /&gt;
&quot;Zwamoi Schätze des Hauses, oba net schoaf&quot;!</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 herold</dc:rights>
    <dc:date>2005-11-21T05:04:38Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/1077744/">
    <title>Sozialdienst</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/1077744/</link>
    <description>Es ist früher Abend, Herold wartet auf das Geburtstagskind. Als es endlich klingelt, transponiert er stimmlich Happy Birthday in His-Dur, während er imaginär die Klappen seines Saxophons drückt und die Tür aufreißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/stories/1371218&quot;&gt;Draußen steht &lt;/a&gt; eine fremde, ängstlich wirkende Frau. Sie stellt sich mit starkem slawischem Akzent als Heimhilfe von Frau B., der alten Dame im darüberliegenden Stock, vor und ersucht um Nachsicht für die Störung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herold grinst verlegen und entschuldigend. Die fremde Frau sagt, Herold sei der einzige in dieser Luxus-Eigentumswohnanlage, der auf ihr Läuten geöffnet habe, sie fürchte, Frau B. sei etwas passiert. Sie drängt Herold, sie in Frau B.s Wohnung zu begleiten und erzählt auf dem Weg dorthin,  die Tür sei heute zum erstenmal abgeschlossen gewesen, was sie bereits sehr irritiert hätte. Sie habe aufgesperrt und  Herold ist in der Zwischenzeit in Frau B.s Wohnung angelangt, deren Haustür weit offensteht  Frau B. nicht im Bett vorgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen, die fremde Frau geht mit Herold in Frau B.s Schlafzimmer, befinde sich neben Frau B.s Bett ein merkwürdiger Gegenstand. &lt;br /&gt;
In der Tat. Neben dem Bett liegt etwas wie eine Teppichrolle, jedoch in Bettdecken-Form. Die fremde Frau geht zaghaft in Richtung Bettdeckenrolle und fragt Herold, indem sie auf das offene Ende der Rolle zeigt: &lt;br /&gt;
Ist das nicht ein Fuß? &lt;br /&gt;
Herold fixiert das Rollenende und stimmt zu: Was aus der Bettdeckenrolle hervorlugt, ist eindeutig ein nackter Fuß.&lt;br /&gt;
Durch Herolds Bestätigung fühlt sich die fremde Frau wieder sicherer, nähert sich der Rolle zwei Schritte und ruft laut: &lt;br /&gt;
Frau B.!! Hören Sie mich?&lt;br /&gt;
Keine Antwort aus der Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herold überlegt kurz alle möglichen Szenarien: 
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Frau B. ist einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Frau B. schläft;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Frau B. ist aus dem Bett gestürzt und nicht bei Bewusstsein;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Frau B. simuliert, um Aufmerksamkeit zu erregen und Zuwendung zu erlangen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Schließlich drängt Herold die fremde Frau zu mehreren Telefonaten. Nach Rücksprache mit einer für sie zuständigen Stelle erfährt sie, dass das Ableben Frau B.s schon seit Stunden bekannt war, es jedoch verabsäumt wurde, sie darüber zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herold geht wieder in seine Wohnung und wartet weiter auf das Geburtstagskind. Eine Stunde später ist Frau B.s Tür immerhin mit einer amtlichen Nachricht versehen, während Frau B. wohl noch in der Wohnung, aber nicht mehr unter uns weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; alt=&quot;b1&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/herold/images/b1.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 herold</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-20T22:04:06Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://herold.twoday.net/stories/1022810/">
    <title>Eltern</title>
    <link>http://herold.twoday.net/stories/1022810/</link>
    <description>Sie ist seit längerer Zeit großjährig und seit kurzem bis über beide Ohren verliebt. &lt;br /&gt;
Den kann ich daheim wieder nicht vorstellen, hat sie am Anfang der Beziehung kichernd zu ihrer Freundin gesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen wissen alle, dass sie seit zwei Monaten bei ihm wohnt. Bis auf ihre Eltern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am liebsten wäre ihr, ihre Mutter hätte ihn unabhängig von ihr kennengelernt, aber dieses Wochenende muss es sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erzählt wie glücklich sie ist, wie lustig, herzlich, offen und unkompliziert der neue Mann in ihrem Leben ist und bemerkt, wie sich ihre eigene Begeisterung auf ihre Mutter überträgt, die immer wieder nachfragt und sehr interessiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie heißt er denn?, fragt die Mutter.&lt;br /&gt;
Karim.&lt;br /&gt;
Karin?&lt;br /&gt;
Nein, KARIM.&lt;br /&gt;
Was ist das für ein Name?, fragt die Mutter.&lt;br /&gt;
Ein arabischer. &lt;br /&gt;
Weil sich die Mutter dazu nicht weiter äußert, zieht die Tochter ein Foto aus der Tasche.&lt;br /&gt;
Warum ist das Foto so dunkel?, fragt die Mutter.&lt;br /&gt;
Das Foto ist nicht dunkel, antwortet die Tochter. &lt;br /&gt;
ER ist dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter sitzt da und lässt diese Mitteilung auf sich einwirken. Das Interesse ist erloschen, keine weiteren Fragen. &lt;br /&gt;
Lass dir halt Zeit und zieh vor allem nicht zu schnell mit ihm zusammen, lautet die abschließende Empfehlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Merke: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Kinder könnten ihre Eltern viel mehr lieben, wenn diese (nämlich die Eltern) sich ab einem gewissen Zeitpunkt aus dem Leben ihrer Kinder zurückzögen und sich ungebetener Ratschläge enthielten.</description>
    <dc:creator>herold</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://herold.twoday.net/topics/menschen&quot;&gt;menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 herold</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-01T12:30:58Z</dc:date>
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